![]() |
Am nächsten Wochenende fahren wir zum Schweizer Bergrennen Ayent-Anzère in den Walliser-Alpen, wo wir letztmals in den Jahren 2002 und 2003 an der Startlinie standen. Mit dem 2,5l-Evo (der Neuaufbau des RM1V8 stand damals in der Startphase) erreichten wir eine Laufbestzeit von 1.43.71. Jetzt sind wir natürlich gespannt, was mit dem RM1V8 möglich ist.
Strecke
von St. Romain nach Anzère, Länge 3500m, Höhenunterschied 319m und durchschnittliche Steigung von 9,12%
Rennprogramm
3 Trainingsläufe am Samstag
3 Wertungsläufe am Sonntag, für die Wertung zählen die zwei schnellsten Läufe
248 gemeldete Starter
Streckenrekorde:
Sportwagen: 1.32:12 min, Jahr 2007
Eric Berguerand, Lola T96
Tourenwagen: 1.41:82 min, Jahr 2001
Bruno Ianniello, Lancia Delta S4
Link zum Veranstalter mit Streckenplan, Starterliste, Rennergebnissen der Vorjahre, Streckenrekorde seit 1985, etc.
Link zum Wetter in CH-1972 Anzère
![]() | |
![]() | |
![]() |
Das erste Rennen in dieser Saison in der Schweiz und dabei gleich erfolgreich.
25.07.2010 Erfolgreich wohl nur für uns persönlich, denn die technischen Kommissare, eben Schweizer, waren einmal mehr mit unserem deutschen E1-Wagenpass nicht Freund und teilten uns in die E2-SH zu den Sportwagen um. Ob dies wohl am RM1V8 oder am Namen Meisel liegt? Egal, denn für uns ging es in Anzère nicht um Punkte, sondern lediglich um die eigene Befriedigung und Bestätigung, dass unser Tourenwagen samt Pilot doch Einiges drauf hat. Am Sonntag, im letzten Rennlauf, konnten wir die Zeit (1:41.82) von Bruno Ianniello und seinem Lancia Delta S4 aus dem Jahr 2001 und ebenfalls die Tourenwagen-Laufzeit (1:41.67) von Marc Surer aus dem Jahr 1981, mit seinem damaligen BMW M1, mit 1:41.42 unterbieten.
Der erste Trainingslauf am Samstag fiel recht ernüchternd aus. Die Strecke war sehr uneben und nicht wirklich optimal für ein Bergrennen. Für den zweiten Rennlauf nahmen wir Änderungen am Fahrwerk vor und hofften, damit optimieren zu können. Dies brachte aber keine Besserung, im Gegenteil, Reto meinte, er sei hochgefahren, als hätte er einen platten Reifen. Dazu kam dann im letzten Streckenabschnitt noch ein technischer Defekt. Die Antriebswelle hinten rechts respektive das Kugellager konnte den enormen Kräften nicht mehr Stand halten und musste repariert werden. Die Zeit zum Reparieren bis zum dritten Trainingslauf hätte gereicht, doch dieser fiel für die E2-Fahrzeuge wegen der vielen Unterbrechungen und der dadurch fortgeschrittenen Zeit flach und wurde auf den Sonntagmorgen früh vertagt.
Nach dem verregneten Freitag und dem teils feuchten, teils trockenen Samstag begrüsste uns am Sonntag morgen die Sonne und blieb fast den ganzen Tag über Anzère. Dennoch war es frühmorgens für den Sommermonat Juli mit 7 Grad recht kalt, was aber bei 1600 Höhenmetern keine Seltenheit sei und so verzichteten wir auf den dritten Trainingslauf.
Nach dem ersten Rennlauf, den wir durch die vielen Unterbrechungen erst kurz nach Mittag fahren konnten, war Reto ziemlich sauer. Kurz vor der Zieldurchfahrt stoppten ihn die Streckenposten wegen Unfall eines kurz vor ihm gestarteten Fahrzeuges. Der gute Lauf war hin und Reto musste nochmals runter zum Restart auf die 3500m lange Strecke. Die Uhr stoppte bei 1:43.91. Dieser erste Rennlauf ging ziemlich heftig an die körperliche Substanz. Denn die Fahrt runter zum Start, die erste Auffahrt, erneut runter zum Vorstart, warten, warten, warten und erneut Restart, dies dauerte insgesamt über eine Stunde. Die Wärme, welche das Fahrzeug selbst produziert, zusammen mit der Sonneneinwirkung liess die Innentemperatur auf 67 Grad steigen. Recht hoch für feuerfeste Unterwäsche, Rennanzug, Kopfhaube und Helm.
Der zweite Rennlauf war trotz erneuter Set-Up-Anpassungen nicht wirklich besser und Reto ärgerte sich über das Fahrverhalten des Rennwagens und auch über seine eigenen Fahrfehler. Jetzt blieb uns nur noch ein Lauf und die Befürchtung, dass wir den Tourenwagen-Streckenrekord nicht packen. Nach Rücksprache mit dem Fachmann von KW-Gewindefahrwerk änderten wir nochmals die Einstellungen. Hammer! Es passte und mit einem fast fehlerlosen dritten Rennlauf hatten wir den Streckenrekord im Sack und unser Ziel erreicht.
Unser nächstes Rennen wird wiederum in der Schweiz, im französisch sprechenden St. Ursanne – Les Rangiers am 14. / 15. August 2010 stattfinden.
Sonja Knutti
Team Meisel Motorsport





